Pamplona

Pamplona, auf den Spuren von Ernest Hemingway

Pamplona, die alte Hauptstadt von Navarra, ist bekannt für ihre Fiesta de San Fermin, die jedes Jahr Anfang Juli stattfindet. Ernest Hemingway hat in seinem ersten Roman  Fiesta  Eindrücke dieser Fiesta dargestellt. Noch heute ist diese Fiesta ein großer Anziehungspunkt. Die Stadt hat etwa 250 000 Bewohner, während der Fiesta tummeln sich über 1 000 000 Menschen auf den Plätzen und in den Gassen. Die sonst ruhige Stadt verwandelt sich dann in einen Hexenkessel.

Ein kalter Wind pfeift uns um die Ohren, als wir dem Weg des Encierro, dem Lauf der Stiere in die Arena, folgen. Er erinnert uns daran, daß es bereits November ist. In den Gassen sind die Gatter, die den Weg der Stiere begrenzen, deutlich zu sehen. Zu Zeiten der Fiesta laufen weißgekleidete Mozos den Stieren zur Arena voraus. Auch Wolfgang versucht sein Glück.

Vorbei am Hotel Perla gelangen wir letztendlich zur Stierkampfarena mit dem Denkmal zur Erinnerung an Hemingway und dem nach ihm benannten Weg.

In der Sonne, die uns am Plaza de Castillo in das Gesicht scheint, wärmen wir uns bei einem Glas Wein an den Tischen im Freien wieder auf. Ein Zieharmonikaspieler intoniert einen argentinischen Tango, was uns zum Tanzen reizt.

Enge Gassen, Arkaden, hohe Häuser mit Balkonen, Klassizismus und Jugendstil prägen das Stadtbild von Pamplona.

Hemingway war als armer Zeitungsreporter in den 1920er Jahren in Pamplona. Auch er rannte in weißer Kleidung mit einer roten Schärpe um die Hüfte den Stieren voraus. Ein Zimmer im Hotel Perla konnte er sich damals nicht leisten. Oftmals aber hielt er sich in der Lobby auf, um die hier abgestiegenen Gäste zu beobachten. Ein buntes Publikum forderte seine Aufmerksamkeit heraus: Matadores mit ihren Verehrerinnen, illustre Besucher aus allen Teilen der Welt. Erst bei späteren Besuchen wohnte auch er in diesem Hotel, aus dessen Fenstern man den Stierlauf beobachten kann. Das Zimmer 201 ist heute Museum. Weiter folgen wir Hemingway in die Bar Iruna an der Plaza de Castillo. Die letzten Arbeiten an seinem Roman vollbrachte Hemingway Jahre später in den österreichischen Alpen.

Die vereisten Scheiben unseres Autos am nächsten Morgen und die Wettervorhersage lassen uns vorzeitig in Richtung Süden fliehen.

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