Bahnhof Haapsalu

Haapsalu, ein Bahnhof für den Zar

Ein imposanter Bahnhof und ein großes Naturschutzgebiet locken uns nach Haapsalu.

Heilschlamm, Meerwasser und frische Seeluft haben auch Haapsalu zu einem bekannten Badeort Estlands gemacht. Noble Gäste aus ganz Europa reisten hier zur Kur an. Darunter auch Peter Tschaikowski und die russische Zarenfamilie. Auf Betreiben von Zar Nikolaus 2. wurde 1905 die Eisenbahnlinie von Tallinn nach Haapsalu gebaut. Zum Besuch des Zars wurde der prachtvolle Bahnhof aus Holz errichtet. Mit 216 m war es damals der längste, überdachte Bahnsteig Europas. Eine raffinierte akustische Animation vermittelt den Eindruck eines einfahrenden Zuges.

Und natürlich auch hier überragen die Ruinen einer stattlichen Bischofsburg die malerische Altstadt. Enge Gassen, Parks und Alleen mit buntgestrichenen Holzhäusern bestimmen den nostalgischen Charme der Stadt.

Haapsalu

Das südliche Estland ist auch bekannt für seine reiche Fauna und Flora. Hier gibt es zahlreiche Adlerhorste und andere Nistplätze selten gewordener Vögel. Von einem Aussichtsturm können wir verschiedene Vögel der salzigen Wiesen beobachten.

Im nahe gelegenen Dorf essen wir zu Mittag. Die Wirtin ist etwas bestürzt, hat Sie doch nur die Speisen auf einer Tafel an der Wand stehen. Natürlich in estisch. Ein freundlicher Gast hilft uns mit einer Empfehlung weiter. Wir freuen uns über den Vorschlag und geniessen das gute Essen.

Nachmittags besuchen wir das Informationszentrum im Gutshaus Penijöe und unterhalten uns mit einer deutschsprachigen Beschäftigten über den Tierreichtum und die Einzigartigkeit dieser Landschaft. Leider sind wir außerhalb aller Brut- und Zugzeiten hier, sodass nur wenige Vögel zu beobachten sind.

Diesen Tag beschliessen wir mit einem Bad im Meer. Die grüne Flagge bedeutet nicht nur, dass die Wasserqualität gut ist, sondern auch, dass die Wassertemperatur mindestens 17° C beträgt.

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