Tallinn

Tallinn, die alte Hansestadt

Tallinn kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Im Jahr 1154 wurde sie erstmals schriftlich erwähnt. Der arabische Geograf Al-Idrisi fertigte im Auftrag des sizilianischen Königs eine Weltkarte an. Er nannte die Stadt Kolivan. Deutsche Kaufleute und der Schwertritterorden nannten die Stadt Reval und sorgten mit dem Beitritt zur Hanse für goldene Zeiten.

Der Name Tallinn geht auf die Dänische Besatzung im 13. Jh. zurück und bedeutet soviel wie „Festung der Dänen“ oder „Dänenstadt“. Trotz dieser wechselhaften Geschichte sind noch große Teile der Altstadt erhalten. Auch von der alten Stadtmauer zeugen heute noch zahlreiche Türme und Stadttore. Im Gegensatz zur historischen Stadt zeigt sich jenseits der Stadtmauern eine boomende europäische Metropole, große Einkaufszentren, neue Bürohäuser und Gewerbegebiete sollen auch in Zukunft das Wirtschaftswachstum sichern.

Der Domberg bietet einen umfassenden Blick über die Altstadt und die neue Metropole. Bei unseren Rundgängen ist besonders die Vielzahl der Touristen auffällig. Der Aussichtspunkt auf dem Domberg ist gerade noch fast leer, aber schnell füllt sich der Platz durch geführte Gruppen. Da die Zeit drängt werden lärmend und rücksichtslos die besten Plätze zum Fotografieren besetzt. Diese Touristengruppen prägen während unseres Besuchs das ganze Stadtbild. Durch Kreuzfahrtschiffe wie Aida und andere, die man vom Domberg aus im Hafen sehen kann, hat Tallinn seine Unschuld und Beschaulichkeit verloren/verkauft. Auch die Preise in den Restaurants sind selbst für estnische Verhältnisse sehr hoch. Werbetafeln und Bedienstete drängen die Touristen zum Besuch des bestimmten Restaurants.

 

 

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